FKT: Timo Fritzenwenger - Grosse Reibn - Summer Route (Germany) - 2020-07-31

Gender category
Male
Route variation
Summer route
Multi-sport
No
Style
Self-supported
Start date
Finish date
Total time
13h 50m 33s
GPS track(s)
Report

31.07.2020. Um Punkt 5 Uhr starte ich am Tourismuszentrum Königssee in richtung Schneibstein über die Königsbachalm. Das Thermometer im Auto hat jetzt schon 18 grad angezeigt und der Wetterbericht prophezeit 30 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Am Carl-von-Stahlhaus fülle ich meine Flasks das erste mal auf. Nach 2h8minunten erreiche ich den Schneistein. Für das was ich vorhabe eine sehr gute Zeit ... zu gut? Ich laufe hinunter zum Seeleinsee und von dort über das Hochgschirr zur Wasseralm. Bis hierher waren die Temperaturen durch die tief stehende Sonne noch erträglich. Aber in diesem Talkessel steht die Luft nun und drückt extrem, obwohl es erst kurz nach 9 Uhr ist. Am Brunnen der Wasseralm fülle ich alle Flasks auf, 2 Liter ingesamt. Bis zum Kärlingerhaus werde ich auf kein Wasser treffen und wohl auch keine Menschen. Gut 2,5 benötige ich über die Niederbrunnsulzen bis zum Kärlinger Haus. Glücklicherweise ziehen des Öfteren dicke Quellwolken vorüber und spenden Schatten. Auch der leichte Wind ab und an ist erfrischend. Am Kärlinger Haus trete ich kurz aus, fülle die Flasks auf und verlasse dieses um 12:16 Uhr. Trotz reichlicher Ernährung in Form von Käsebroten, Riegeln und Gels ist das Tempo nun schon etwas gemächlicher. Nach knapp 8 Stunden passiere ich das Ingolstädter Haus und freue mich auf den kurzen Downhill. Der Aufstieg kurze zur Hochwies ist nun schon sehr beschwerlich. Der Dießbach oben ist derart einladend, dass ich beschließen die Uhr kurz zu stoppen. Ich nehme ein kleines Bad in dem Gebirsbach (und fülle die Flasks) und fühle mich fast wie ein neuer Mensch. Leider hält das gefühl nicht lange, denn der Aufsteig zur Wimbachscharte kratzt nun schon gehörig an den Reserven. Die gut 300 hm fühlen sich endlos lange an. Ich muss mir noch Kräfte sparen für den Abstieg über den Loferer Seilergraben - dort will ich nicht stolpern... Eine Stunde später komme ich wohlauf an der Wimbachgrieshütte vorbei. Nun wird es laufbar. Aus dem Wimbachgries geht es verhältnismäßig zügig voran. An der Wimbachbrücke komme ich nicht drumherum mir ein Eis zu kaufen. Der finale Anstieg hinauf zum Grünstein wird  zur Zerreißprobe. Der Körper will nicht mehr. Ich muss mehrmal mein ohnehin sehr langsames Gehen unterbrechen und stehenbleiben. Über eine Stunde später passiere ich den letzten Peak und hoffe im Downhill noch etwas Boden gutmachen zu können. Nichts da - der Ofen ist aus. Knieschmerzen, Seitenstechen und zahlreiche andere Stellen am und im ganzen Körper schmerzen. Ich schleppe mich hinunter zum Königssee und erreiche das Ziel, das Tourismuszentrum um 18:50 Uhr nach 13 Stunden, 5 Minuten und 33 Sekunden